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Erwerbsausfallentschädigungen
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Erwerbsausfallentschädigung

Was ist eine Erwerbsausfallentschädigung (EO)?

Erwerbsausfallentschädigungen werden als Ersatz für den Erwerbsausfall aufgrund der Leistung einer Dienstpflicht bezahlt.

Wer hat Anspruch auf Erwerbsausfallentschädigung?

Anspruch auf Erwerbsausfallentschädigungen (EO) haben Personen, die in der Schweiz oder im Ausland wohnen und einen der folgenden Dienste leisten:

  • Militärdienst
  • Zivildienst
  • Zivilschutz
  • Rotkreuzdienst
  • Beteiligung an eidgenössischen oder kantonalen Kaderbildungskursen von Jugend und Sport
  • Beteiligung an Jungschützenleiterkursen.

Welche Entschädigungsarten gibt es?

Grundentschädigung

Wer erhält eine Grundentschädigung?

Die Grundentschädigung erhalten alle dienstleistenden Personen unabhängig von ihrem Zivilstand und der Ausübung einer Erwerbstätigkeit.

Die pro Tag ausgerichtete Entschädigung ist je nach Kategorie der dienstleistenden Person unterschiedlich:

Personenkategorie Mindestbetrag
in CHF
Höchstbetrag in CHF
Rekruten 62.00 62.00
Erwerbstätige (80%) 62.00
111.00*
196.00
Nicht Erwerbstätige 62.00
111.00*
62.00
111.00*

Für Erwerbstätige beträgt die Grundentschädigung 80% des durchschnittlichen vordienstlichen Einkommens.

* Spezieller Betrag für Gradänderungsdienste (Unteroffiziersschule, Offiziersschule usw.).

Kinderzulagen

Wer erhält Kinderzulagen?

Kinderzulagen erhalten dienstleistende Personen für:

  • eigene Kinder,
  • Pflegekinder, die sie unentgeltlich zu dauernder Pflege und Erziehung zu sich genommen haben.

Die Kinder dürfen das 18. Altersjahr oder bei Absolvieren einer Lehre oder eines Studiums das 25. Altersjahr noch nicht vollendet haben.

Wie hoch ist die Kinderzulage?

Die Kinderzulage beträgt CHF 20.00 pro Kind und Tag.

Wie hoch ist die Gesamtentschädigung?

Die Gesamtentschädigung darf bei Erwerbstätigen das vordienstliche Erwerbseinkommen, auf jeden Fall CHF 245.00 pro Tag, nicht übersteigen.

Bei Nichterwerbstätigen darf die Gesamtentschädigung CHF 123.00 und während Gradänderungsdiensten CHF 172.00 pro Tag nicht übersteigen.

Die Gesamtentschädigung setzt sich aus der Grundentschädigung und den Kinderzulagen zusammen.

Zulagen für Betreuungskosten

Wer erhält Zulagen für Betreuungskosten?

Zulagen für Betreuungskosten erhalten Personen, die mit Kindern unter 16 Jahren im gemeinsamen Haushalt leben und an mindestens zwei aufeinanderfolgenden Tagen Dienst leisten. Vergütet werden Mehrauslagen aufgrund der Abwesenheit ab CHF 20.00 pro Tag.

Wie hoch sind die Zulagen für Betreuungskosten?

Zwischen CHF 20.00 und maximal CHF 67.00 pro Tag.

Die Zulagen für Betreuungskosten werden zusätzlich zur Gesamtentschädigung ausgerichtet.

Betriebszulage

Wer erhält die Betriebszulage?

Die Betriebszulage erhalten dienstleistende Personen, die die Kosten eines Betriebes tragen und den überwiegenden Teil ihres Einkommens aus einer selbstständigen Erwerbstätigkeit erzielen, wie

  • Eigentümer, Pächter oder Nutzniesser,
  • Teilhaber einer Kollektivgesellschaft,
  • unbeschränkt haftende Teilhaber einer Kommanditgesellschaft,
  • Teilhaber einer anderen, auf einen Erwerbszweck gerichteten Personengesamtheit, ohne juristische Persönlichkeit.

Die Betriebszulage wird auch an hauptberuflich mitarbeitende Familienglieder in der Landwirtschaft ausgerichtet, wenn sie bei einer ununterbrochenen Dienstleistung von mindestens zwölf Tagen, während mindestens zehn Tagen durch eine Aushilfe ersetzt werden, deren Barlohn im Tagesdurchschnitt mindestens CHF 67.00 erreicht.

Die Betriebszulage wird zusätzlich zur Gesamtentschädigung ausgerichtet und nie gekürzt.

Wie hoch ist die Betriebszulage?

CHF 67.00 pro Diensttag.

Wie wird der Anspruch auf eine Erwerbsausfallentschädigung geltend gemacht?

Dienstleistende Personen erhalten von ihrem Rechnungsführer oder ihrer Rechnungsführerin für jeden Dienst eine EO-Anmeldung (EO-Meldekarte) über die geleisteten Dienst- oder Kurstage.

Auf dieser machen sie die verlangten Angaben über ihre persönlichen Verhältnisse und leiten sie weiter. Als:

  • Arbeitnehmende oder Lernende: an den Arbeitgeber.
    Bei mehreren Arbeitgebern wird die EO-Anmeldung nur an einen Arbeitgeber weitergeleitet. Von den übrigen Arbeitgebern werden die Lohnbescheinigungen angefordert und zusammen mit der EO-Anmeldung an die AHV-Ausgleichskasse des gewählten Arbeitgebers weitergeleitet.
  • Selbstständigerwerbende: an ihre AHV-Ausgleichskasse.
  • Arbeitnehmende, die zugleich Selbstständigerwerbende sind: an ihre AHV-Ausgleichskasse als Selbstständigerwerbende.
  • Arbeitslose: an den letzten Arbeitgeber.
  • Nicht erwerbstätige Studierende: bis zum vollendeten 20. Altersjahr an die kantonale Ausgleichskasse am Wohnort und ab dem 1. Januar des Jahres, in das der 21. Geburtstag fällt, an die kantonale Ausgleichskasse des Kantons, in dem sich der Sitz der Schule befindet.
  • Nichterwerbstätige: an ihre AHV-Ausgleichskasse.

Die Arbeitgeber bescheinigen auf der EO-Anmeldung den vordienstlichen Lohn der dienstleistenden Person und leiten sie an ihre AHV-Ausgleichskasse weiter.

Der Anspruch auf EO erlischt mit dem Ablauf von fünf Jahren seit Beendigung des Dienstes.

Merkblatt

6.01 - Erwerbsausfallentschädigungen

Formulare

318.743 - Anmeldung zum Bezug einer Zulage für Betreuungskosten in der EO
318.740 - Ergänzungsblatt 1 zur EO-Anmeldung - Personalien der Kinder in Sonderfällen
318.741 - Ergänzungsblatt 2 zur EO-Anmeldung - Für Dienst leistende Personen, die als mitarbeitende Familienglieder in einem Landwirtschaftsbetrieb Anspruch auf die Betriebszulage erheben
318.741 - Ergänzungsblatt 2 zur EO-Anmeldung - Für Dienst leistende Personen, die als mitarbeitende Familienglieder in einem Landwirtschaftsbetrieb Anspruch auf die Betriebszulage erheben
318.182 - Gesuch um Drittauszahlung von Leistungen der AHV/IV/EO/EL/ÜL/FZ