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Arbeitnehmende ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber

Wer sind Arbeitnehmende ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber?

Arbeitnehmende ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber (ANobAG) sind im Allgemeinen Angestellte eines ausländischen Unternehmens ohne Betriebsstätte in der Schweiz.

Wie meldet man sich als Arbeitnehmer ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber an?

Die betreffenden Personen müssen der kantonalen Ausgleichskasse eine Anmeldung einreichen.

Wie hoch sind die Beitragssätze?

Für Arbeitnehmende ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber gelten folgende Beitragssätze:

Auf dem Bruttolohn berechnete Beiträge Satz
Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) 8.70%
Invalidenversicherung (IV) 1.40%
Erwerbsausfallentschädigung (EO-MSE-VSE-BUE) 0.50%
Arbeitslosenversicherung (ALV 1) bis CHF 148'200.00 Bruttolohn 2.20%
Arbeitslosenversicherung (ALV 2) ab CHF 148'201.00 Bruttolohn 1.00%
Kantonale Familienzulagen (FZ) 1.60%
Total 15.40%

Der Satz der Verwaltungskostenbeiträge wird auf der Summe der AHV/IV/EO-Beiträge berechnet:

Geschuldete
AHV-Beiträge
in CHF von
Geschuldete
AHV-Beiträge
in CHF bis
VK-Ansatz bisher VK-Ansatz
ohne e-Rabatt
ab 01.01.2017
VK-Ansatz
mit e-Rabatt
ab 01.01.2017
0.00 5'000.00 5.0% 5.0% 5.0%
5'001.00 15'000.00 3.0% 3.0% 3.0%
15'001.00 65'000.00 1.8% 1.7% 1.6%
65'001.00 300'000.00 1.0% 0.8% 0.7%
300'001.00 und mehr 0.8% 0.6% 0.5%

ALV: Erhält der Arbeitnehmer während des Jahres eine Treueprämie, einen 13. Monatslohn, anteilige Zulagen usw., ist für den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung der Jahreslohn massgebend. Die Löhne von Bezügern einer Altersrente fallen nicht unter die Arbeitslosenversicherung. Die Obergrenze ist für jedes Arbeitsverhältnis separat zu berücksichtigen.

AHV/IV/EO: Von dem der AHV/IV/EO-Beitragspflicht unterliegenden Lohn ist bei Arbeitnehmenden, die das ordentliche Rentenalter erreicht haben, ein monatlicher Freibetrag von CHF 1'400.00 abzuziehen. Dies gilt nicht für Personen, die eine vorgezogene Altersrente beziehen und das ordentliche Rentenalter noch nicht erreicht haben.

Wie werden die Beiträge festgesetzt und eingezogen?

Die Ausgleichskasse setzt Akontobeiträge fest. Dies sind provisorische Beiträge, die auf der Höhe des voraussichtlichen Einkommens des jeweiligen Jahres basieren. Die Akontobeiträge werden vierteljährlich erhoben.

Die Ausgleichskasse muss schriftlich über jede wesentliche Einkommensänderung informiert werden.

Die definitiven Beiträge werden aufgrund der entsprechenden Einkommensbelege festgesetzt.

Die Ausgleichskasse berechnet die Differenz zwischen den bezahlten Akontobeiträgen und den definitiven Beiträgen gemäss der Einkommensbelege. Sie erstattet die Differenz oder stellt sie in Rechnung.

Merkblatt

2.01 - Lohnbeiträge an die AHV, die IV und die EO

Formulare

AF04 - Anmeldung für Arbeitnehmer ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber
INT02 - Vereinbarung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber
INT04 - Antrag zur Weitergeltung des schweizerischen Sozialversicherungsrechts während einer vorübergehenden Tätigkeit im Ausland