AHV/IV/EL-Chronik in Stichworten

1947
Das Schweizervolk stimmt am 6. Juli der Einführung einer Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) zu.

1948
Das Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) tritt am 1. Januar in Kraft.
Anstelle der Wehrmannsausgleichskasse wird die Ausgleichskasse des Kantons Bern (AKB) geschaffen.

1949
Erstmals werden ordentliche Renten ausbezahlt. Der Rentenanspruch entsteht halbjährlich. Beispiel: Geburtsdatum 21. März - Rentenanspruch ab 1. Juli. 
   

1951
Die 1. AHV-Revision bringt Verbesserungen bei den Übergangsrenten.
Revisionseffekt : Mehraufwand von 12 Mio. Franken. 

1953
Einführung der Familienzulagen in der Landwirtschaft (FZ) und der Erwerbsersatzordnung (EO).  

1954
Schwerpunkt der 2. AHV-Revision ist die Rentenerhöhung : Die Minimalrente beträgt im Jahr 720 Franken, die Maximalrente 1704 Franken. Die über 65-jährigen Erwerbstätigen werden von der Beitragspflicht befreit.
Revisionseffekt : Mehraufwand von 83 Mio. Franken. 

1956
Mit der 3. AHV-Revision werden die Renten nicht mehr nach Ortsverhältnissen abgestuft.
Revisionseffekt : Mehraufwand von 19 Mio. Franken. 

1957
Die 4. AHV-Revision verlegt den Rentenanspruch auf den 1. Tag des Monats, der dem Geburtstag folgt. Das Rentenalter der Frauen wird von 65 auf 63 Jahre herabgesetzt.
Revisionseffekt : Mehraufwand von 157 Mio. Franken. 

1960
Einführung der Invalidenversicherung (IV). Dies bedingt eine Anpassungsrevision bei der AHV zur Koordination mit den Bestimmungen der IV.
  

1961
5. AHV-Revision, 1. Teil.
Revisionseffekt : Mehraufwand von 385 Mio. Franken.
Der Berner Grosse Rat verabschiedet am 5. März die nichtlandwirtschaftliche Kinderzulagenordnung, die am 1. Oktober in Kraft tritt.  

1962
5. AHV-Revision, 2. Teil.  

1964
Die 6. AHV-Revision bringt die Herabsetzung des Rentenalters der Frauen von 63 auf 62 Jahre.
Revisionseffekt : Mehraufwand von 579 Mio. Franken. 

1966
Einführung der Ergänzungsleistungen (EL) mit Inkrafttreten des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG).  

1967
Teuerungsrevision : Erhöhung der Renten um 10 Prozent mit Bundesbeschluss, ohne Gesetzesänderung.
Revisionseffekt : Mehraufwand von 225 Mio. Franken.  

1969
Mit der 7. AHV-Revision werden die Renten nach dem durchschnittlichen Jahreseinkommen berechnet und nicht mehr länger aufgrund der durchschnittlichen Jahresbeiträge.
Revisionseffekt : Mehraufwand von 971 Mio. Franken.  

1971
Weitere Teuerungsrevision : Erhöhung der Renten um 10 Prozent.
Revisionseffekt : Mehraufwand von 376 Mio. Franken.  

1972
Das Schweizervolk stimmt an der Urne der Einführung des Drei-Säulen-Konzepts zu (Verfassungsänderung).  

1973
8. AHV-Revision, 1. Teil. Erhöhung der Renten um durchschnittlich 80 Prozent.
Revisionseffekt : Mehraufwand von 2840 Mio. Franken. 

1975
8. AHV-Revision, 2. Teil. Weitere Erhöhung der Renten um durchschnittlich 25 Prozent.
Revisionseffekt : Mehraufwand von 1750 Mio. Franken. 

1977
Mit einer neuerlichen Teuerungsrevision werden die Renten um 5 Prozent erhöht.
Revisionseffekt : Mehraufwand von 620 Mio. Franken.  

1979
9. AHV-Revision, 1. Teil. Wiedereinführung der Beitragspflicht für erwerbstätige Rentner.
Gegen diese Revision, die als Konsolidierungsvorlage bezeichnet werden kann, wurde das Referendum ergriffen. Das Stimmvolk nahm die Vorlage an, die bei der AHV einen Spareffekt von ca. 450 Mio. Franken bewirkte, der aber in grossem Umfang von Mehraufwendungen bei der IV zunichte gemacht wurde.  

1980
9. AHV-Revision, 2. Teil.  

1983
Das Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) tritt in Kraft.  

1984
Das Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) bringt die Einführung des Obligatoriums in der Unfallversicherung.  

1985
Einführung der obligatorischen Zweiten Säule mit Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG).  

1987
Inkrafttreten der Bestimmungen der 2. EL-Revision.  

1993
Der Grosse Rat des Kantons Bern verabschiedet am 23. Juni eine Teilrevision der nichtlandwirtschaftlichen Kinderzulagenordnung.  

1994
Auflösung des Versicherungsamts des Kantons Bern. Die Ausgleichskasse des Kantons Bern (AKB) und die IV-Stelle des Kantons Bern (IVB) verselbständigen sich und erhalten einen gemeinsamen Aufsichtsrat.
Inkrafttreten der Teilrevision der bernischen Kinderzulagenordnung.  

1995
Die 3. Revision des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) tritt in Kraft.
Das Schweizervolk nimmt an der Urne die Bestimmungen zur 10. AHV-Revision an.
Die Ausgleichskasse des Kantons Bern nimmt eine neue EDV-Anwendung für Renten- und Ergänzungsleistungen in Betrieb.  

1996
Einführung des Krankenversicherungsobligatoriums.
Die Ausgleichskasse des Kantons Bern (AKB) wird reorganisiert und bezieht den Neubau an der Chutzenstrasse 10 in Bern.
Start des Projekts Aufgabenteilung (AT) Kanton-Gemeinden bei der AKB.  

1997
Die Bestimmungen der 10. AHV-Revision treten in Kraft : Sie bringen u.a. das zivilstandsunabhängige Individualrentensystem, die Witwerrente, das Einkommenssplitting bei der Rentenberechnung und das flexible Rentenalter.
Mit der Totalrevision des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) verliert die 1. Säule das Konkursprivileg.
 

1998
Die 3. EL-Revision tritt in Kraft (im Kt. Bern teilweise erst 1999).  

1999
Das Schweizervolk nimmt die Totalrevision der Bundesverfassung an, lehnt aber erneut eine Mutterschaftsversicherung ab.
Die 6. Revision des Bundesgesetzes über die Erwerbsersatzordnung (EOG) tritt in Kraft (1. Teil).  

2000
Inkrafttreten des
2. Teils der Revision des EOG.
Überführung der Ehepaarrenten in Individualrenten gemäss den Bestimmungen der 10. AHV-Revision. 

2001
Einschneidende Änderungen im Beitragsbezug : Anstelle der Vergangenheitsbemessung tritt die Gegenwartsbemessung mit einjähriger Beitragsperiode. Der Beitragsbezug wird gestrafft (u.a. strengere Verzugszinsregelung).
Gemäss den Bestimmungen der 10. AHV-Revision gilt nun das Frauenrentenalter 63 für die Jahrgänge 1939 - 1941.  

2002
Die Ausgleichskasse des Kantons Bern (AKB) senkt den Verwaltungskostenbeitrag für jährliche Lohnsummen von über 600'000 Franken auf 1,2 Prozent und den Arbeitgeberbeitrag bei den Kinderzulagen im Gewerbe auf 1,8 Prozent.
Bei den Familienzulagen des Bundes für landwirtschaftliche Arbeitnehmer/innen und Kleinbauern werden die Kinderzulagen um 5 Franken erhöht.
Abschluss des Projekts Aufgabenteilung (AT) Kanton-Gemeinden bei der AKB.
Am 1. Juni tritt das Abkommen über den freien Personenverkehr zwischen der Schweiz und der Europäischen Union in Kraft. Die verschiedenen nationalen Versicherungssysteme werden koordiniert.  

2003
Erhöhung der AHV/IV-Renten um durchschnittlich 2,4 Prozent.
Bei den Ergänzungsleistungen (EL) werden die Höchstbeiträge für den allgemeinen Lebensbedarf und die Durchschnittsprämien bei der Krankenpflegeversicherung erhöht. Zudem wird ein neues Einstufungssystem für Bewohner/innen in bernischen Heimen eingeführt.
Der Beitragssatz der Arbeitslosenversicherung (ALV) wird bei jährlichen Lohnsummen bis 106'800 Franken von 3,0 auf 2,5 Prozent gesenkt und von 2,0 auf 1,0 Prozent bei jährlichen Lohnsummen von 106'801 bis 267'000 Franken.
Die persönlichen AHV/IV/EO-Mindestbeiträge werden von 390 auf 425 Franken im Jahr erhöht.
Die Ausgleichskasse des Kantons Bern senkt den Verwaltungskostenbeitragssatz für die persönlichen Beiträge der Selbständigerwerbenden und Nichterwerbstätigen von 2,5 auf 2,0 Prozent.  

2004
Die 4. Revision des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) tritt in Kraft.
Bei den Ergänzungsleistungen werden die massgebenden Durchschnittsprämien (DP) nach Regionen festgesetzt.
In der Arbeitslosenversicherung wird der Beitragssatz von 2,5 auf 2,0 Prozent gesenkt und auf Lohnteilen über 106'800 Franken werden keine Beiträge mehr an die Arbeitslosenkasse erhoben.
Die Kinderzulagen in der Landwirtschaft werden um 5 Franken im Monat erhöht.
Die Ausgleichskasse des Kantons Bern senkt den Arbeitgeberbeitrag für die nichtlandwirtschaftlichen Kinderzulagen von 1,8 auf 1,7 Prozent.
In der Volksabstimmung vom 16. Mai verwirft das Schweizervolk deutlich die 11. AHV-Revision sowie eine Verfassungsänderung für 1,8 Mehrwertsteuerprozente zugunsten der AHV/IV.
In der Volksabstimmung vom 26. September stimmt das Schweizervolk einer Änderung des Erwerbsersatzgesetzes (EOG) zu, mit welcher die Mutterschaftsentschädigung für erwerbstätige Frauen eingeführt wird.  

2005
Erhöhung der AHV/IV-Renten um durchschnittlich 1,9 Prozent.
Gemäss den Bestimmungen der 10. AHV-Revision gilt nun das Frauenrentenalter 64. Frauen mit Jahrgang 1942 sind als erste von dieser Änderung betroffen.
Die 7. Revision der Erwerbsersatzordnung (EO) tritt am 1. Juli 2005 in Kraft. Das EO-Gesetz heisst nun "Bundesgesetz über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft". Eingeführt werden die Mutterschaftsentschädigung und die neue Dienstart "Durchdiener".  

2006
Die Kinderzulagen in der Landwirtschaft werden um 5 Franken im Monat erhöht.
Die Ausgleichskasse des Kantons Bern senkt den Arbeitgeberbeitrag für die nichtlandwirtschaftlichen Kinderzulagen von 1,7 auf 1,6 Prozent.
Mit Wirkung ab 1. April 2006 wurde das Abkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten über die Freizügigkeit auf die zehn neuen EU-Mitgliedstaaten ausgedehnt (sog. Bilaterale 2). Davon betroffen ist das Verhältnis der Schweiz zu den Ländern Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowenien, Slowakei, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.
Als erster Teil der 5. IV-Revision wird am 1. Juli 2006 die Verfahrensstraffung in der Invalidenversicherung in Kraft gesetzt : Wiedereinführung des Vorbescheidverfahrens anstelle des Einspracheverfahrens.
n der Volksabstimmung vom 26. November nimmt das Schweizervolk das Bundesgesetz über Familienzulagen (Familienzulagengesetz, FamZG) vom 24. März 2006 mit 68% Ja an. Nach dem neuen Gesetz werden in allen Kantonen mindestens die folgenden Zulagen pro Kind und Monat ausgerichtet :

  • eine Kinderzulage von 200 Franken für Kinder bis 16 Jahren
  • eine Ausbildungszulage von 250 Franken für Kinder von 16 bis 25 Jahren
    Der Anwendungsbereich des Familienzulagengesetzes beschränkt sich auf Arbeitnehmende und auf Nichterwerbstätige mit tiefem Einkommen.

2007
Erhöhung der AHV/IV-Renten um durchschnittlich 2,8 Prozent. Dies hat u. a. zur Folge :

  • Anpassung der sinkenden AHV/IV/EO-Beitragsskala für Selbständigerwerbende und Arbeitnehmer ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber;
  • Erhöhung der persönlichen AHV/IV/EO-Mindestbeiträge von 425 auf 445 Franken im Jahr;
  • Bei den Ergänzungsleistungen (EL) : Erhöhung der Höchstbeiträge für den allgemeinen Lebensbedarf und der Durchschnittsprämien bei der Krankenpflegeversicherung.

In der Volksabstimmung vom 17. Juni stimmt das Schweizervolk einer Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)zu und ermöglicht das Inkrafttreten der 5. IV-Revision auf 1. Januar 2008. 

2008
Der Beitragsplafond in der Arbeitslosen- und Unfallversicherung wird auf 126'000 Franken pro Jahr angehoben. In der Familienzulagenordnung in der Landwirtschaft entfällt die Einkommensgrenze für den Kinderzulagenanspruch und dessen Abstufung nach Kinderzahl. Die Kinderzulagen im Talgebiet werden auf 190 Franken, im Berggebiet auf 210 Franken pro Monat angehoben. Die Bestimmungen der 5. IV-Revision treten am 1. Januar in Kraft. Sie führen zusätzliche Instrumente zur Förderung der Eingliederung und der sozialberuflichen Integration ein. Es handelt sich dabei insbesondere um die Früherfassung und die Frühintervention sowie die Integrationsmassnahmen. Die Bestimmungen über das vereinfachte Abrechnungsverfahren in der AHV treten am 1. Januar in Kraft, gleichzeitig mit dem neuen Bundesgesetz gegen die Schwarzarbeit (BGSA). Am 1. Juli 2008 wurde die neue Versichertennummer eingeführt. Sie löst den seit fast 60 Jahren unveränderten AHV-Ausweis ab, die sog. graue Karte. Statt elf umfasst die neue Nummer 13 Stellen. Die ersten drei Stellen entsprechen dem UNO-Ländercode und sind für die schweizerischen AHV-Nummern immer 756. Anschliessend folgt eine 9-stellige Zufallszahl, die keine Rückschlüsse mehr auf Name, Alter, Geschlecht oder Nationalität zulässt. Die 13. Stelle ist für die Prüfziffer reserviert. Diese Nummer begleitet die Versicherten - ungeachtet von Namensänderungen wie zum Beispiel Heirat - unverändert ein Leben lang. Gleichzeitig mit der neuen Nummer wird ein neuer AHV-Ausweis eingeführt. Die plastifizierte Karte im Kreditkartenformat enthält lediglich noch Namen, Vornamen, Geburtsdatum und die 13-stellige Versichertennummer. Bei Namensänderungen gibt es keine neue Nummer mehr, aber einen neuen Ausweis mit den geänderten Angaben. In der Volksabstimmung vom 30. November verwirft das Schweizervolk die Volksinitiative "Für ein flexibles AHV-Alter" des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes mit 58,6 Prozent der Stimmenden sowie der Mehrheit der Kantone. Die Initiative wollte Personen mit einem Einkommen unter 119'340 Franken ab 62 die ungekürzte AHV-Rente gewähren, wenn sie ihre Erwerbsarbeit aufgeben. 1948-2008 : 60 Jahre AHV - Bedeutung, Entwicklung und Zukunft dieser Sozialversicherung.  

2009
Erhöhung der AHV/IV-Renten um durchschnittlich 3,2 Prozent. Dies hat u. a. zur Folge :

  • Anpassung der sinkenden AHV/IV/EO-Beitragsskala für Selbständigerwerbende und Arbeitnehmer ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber;
  • Erhöhung der persönlichen AHV/IV/EO-Mindestbeiträge von 445 auf 460 Franken im Jahr;
  • Bei den Ergänzungsleistungen (EL) zur AHV/IV : Erhöhung der Höchstbeiträge für den allgemeinen Lebensbedarf um durchschnittlich 3,2 Prozent und Erhöhung der Durchschnittsprämien (DP) bei der Krankenpflegeversicherung.

In der Erwerbsersatzordnung (EO) werden die Tagesentschädigungen für Dienstleistende und bei mutterschaft erhöht.
Am 1.Januar tritt das Bundesgesetz über Familienzulagen (familienzulagengesetz, FamZG) in Kraft. An Arbeitnehmende sowie Nichterwerbstätige mit bescheidenem Einkommen in allen Kantonen wird eine Kinderzulage von mindestens 200 Franken für jedes Kind bis 16 Jahre und eine Ausbildungszulage von mindestens 250 Franken für Kinder von 16 bis 25 Jahren ausgerichtet. Auch bei Teilzeitarbeit werden die vollen Zulagen ausgerichtet. Alle Kantone müssen ihre Gesetzgebungen an den vom neuen Bundesgesetz vorgegebenen Rahmen anpassen. Kein Kanton mit vormals höheren Beträgen hat aber seine Zulagen auf die neuen bundesrechtlichen Mindestleistungen herabgesetzt. Das neue Gesetz hält eine klare bundesrechtliche Prioritätenordnung auf nationaler Ebene fest, falls mehrere Personen für das gleiche Kind Anspruch auf eine Familienzulage geltend machen.
Im Kanton Bern werden die nichtlandwirtschaftlichen Kinder- und Ausbildungszulagen pro Kind und Monat auf 230 Franken für Kinder bis 16 Jahre und 290 Franken für Kinder von 16 bis 25 Jahre festgesetzt. E
s handelt sich dabei um Mindestansätze, d.h. die Familienausgleichskassen können im Kanton Bern höhere Beträge festsetzen und auch Geburts- und Adoptionszulagen vorsehen. Neu unterstehen im Kanton Bern auch Selbständigerwerbende und Nichterwerbstätige dem FamZG.
Das Bundesgesetz über die Familienzulagen in der Landwirtschaft (FLG) bleibt als Spezialgesetz weiter bestehen, verschiedene Bestimmungen des FamZG sind jedoch neu auf das FLG anwendbar. Die Leistungen entsprechen den Mindestleistungen nach FamZG : Kinderzulagen von 200 Franken (bis 16 Jahre) und Ausbildungszulagen von 250 Franken (über 16 Jahre) pro Kind und Monat, im Berggebiet liegen die Ansätze 20 Franken höher. Für landwirtschaftliche Arbeitnehmende kommt wie bisher zusätzlich eine Haushaltungszulage von 100 Franken pro Monat zur Ausrichtung.
Mit dem Inkrafttreten der neuen Familienzulagenordnung von Bund und Kanton Bern erhöht die Ausgleichskasse des Kantons Bern den Arbeitgeberbeitrag für die nichtlandwirtschaftlichen Kinderzulagen von 1,6 auf 2,15 Prozent. 

2010
Die Beiträge der Familienausgleichskasse des Kantons Bern (FKB) betragen neu 1,75 Prozent der AHV-Lohnsumme. Dieser Beitragssatz gilt auch für die Selbständigerwerbenden. Für Mitglieder der Familienausgleichskasse ÖKB beträgt der Ansatz 1,7 Prozent der AHV-Lohnsumme. Die Höhe der Kinderzulagen bleibt unverändert. In den Ergänzungsleistungen (EL) werden die Durchschnittsprämien (DP) für die obligatorische Krankenversicherung erhöht.