Fragen / Antworten

Ich möchte gerne die Höhe meiner Altersrente in Erfahrung bringen oder den Betrag der Witwen/Witwerrente im Falle des Todes des anderen Ehegatten oder die Höhe der Invalidenrente. Werde ich genug Geld zum Leben haben ?

Sie füllen den Antrag zur Rentenvorausberechnung aus und reichen ihn bei der AHV-Zweigstelle Ihres Wohnorts ein. Diese wird den Antrag der zuständigen Ausgleichskasse zur Berechnung der Rente zustellen. Die Ausgleichskasse wird Ihnen die Berechnung der AHV- oder IV-Rente der 1. Säule erstellen. Zusätzlich nehmen Sie mit Ihrer BVG-Versicherung (beim Arbeitgeber nachfragen) Kontakt auf, um die Rentenhöhe der 2. Säule in Erfahrung zu bringen. Kontaktieren Sie auch Ihren Privatversicherer, wenn sie eine Versicherung der 3. Säule haben.

Antrag für eine Rentenvorausberechnung
AHV-Zweigstellen

Was mache ich mit meinem alten AHV-Ausweis ?

Sie bewahren Ihren bisherigen Ausweis auf.

Was muss ich unternehmen, um den Versicherungsausweis zu erhalten ?

Sind Sie Angestellter, erfolgt die Anfrage über Ihren Arbeitgeber. Den Versicherungsausweis hat der Arbeitgeber bei seiner zugehörigen Ausgleichskasse zu beantragen. Sind Sie Selbständigerwerbender, Nichterwerbstätiger oder Rentner können Sie Ihre Anfrage individuell an Ihre Ausgleichskasse adressieren. Wegen der Vertraulichkeit dieses Dokumentes muss eine Anfrage mittels untenstehendem offiziellen Formular erfolgen.

Anmeldung für einen Versicherungsausweis

Ich finde meinen Versicherungsausweis nicht mehr. Wie kriege ich einen neuen ?

Es ist möglich ein Duplikat Ihres Versicherungsausweises zu erhalten. Sind Sie Angestellter, erfolgt die Anfrage über Ihren Arbeitgeber. Den Versicherungsausweis hat der Arbeitgeber bei seiner zugehörigen Ausgleichskasse zu beantragen. Sind Sie Selbständigerwerbender, Nichterwerbstätiger oder Rentner können Sie Ihre Anfrage individuell an Ihre Ausgleichskasse adressieren. Wegen der Vertraulichkeit dieses Dokumentes muss eine Anfrage mittels untenstehendem offiziellen Formular erfolgen.

Anmeldung für einen Versicherungsausweis

Infolge Heirat habe ich einen anderen Namen. Muss ich meine AHV-Karte ändern ?

Alle offiziellen Namensänderungen bewirken eine Änderung der Angaben auf dem Versicherungsausweis.
Sind Sie Angestellter, muss die Anfrage über Ihren Arbeitgeber erfolgen. Den Versicherungsausweis hat der Arbeitgeber bei seiner zugehörigen Ausgleichskasse zu beantragen. Sind Sie Selbständigerwerbender, Nichterwerbstätiger oder Rentner können Sie Ihre Anfrage individuell an Ihre Ausgleichskasse adressieren. Wegen der Vertraulichkeit dieses Dokumentes muss eine Anfrage mittels untenstehendem offiziellen Formular erfolgen.

* Wenn die Ehefrau Ihren Mädchennamen behält, ist es nicht nötig den Versicherungsausweis zu ändern.

Anmeldung für einen Versicherungsausweis

Kann ich in Erfahrung bringen, wie viel ich bis heute bei der AHV abgerechnet habe ?

Alle Versicherten Personen können bei allen AHV-Ausgleichskassen einen individuellen Auszug verlangen. Die Versicherten Personen können den Auszug auf die angefragte Ausgleichskasse beschränken oder Ihnen den Auftrag geben einen Auszug von allen Ausgleichskassen zu erstellen. Diese Anfrage kann schriftlich oder online mit untenstehendem Link erfolgen.

Bestellung Kontoauszug - Online Antrag
Bestellung Kontoauszug - Schriftlichen Antrag

Ich habe einen Fehler oder eine Lücke auf meinem Individuellen Kontoauszug festgestellt. Was soll ich tun ?

Eine schriftliche Reklamation kann an die Ausgleichskasse, welche Ihr Einkommen gebucht hat, geschickt werden. Wir empfehlen Ihnen, alle beweiskräftigen Dokumente Ihrem Schreiben beizulegen (Lohnausweis, usw…).

Nach 8 Ehejahren wurde ich geschieden. Mein Ex-Partner verlangt nun die Hälfte meiner Beiträge. Was muss ich tun ?

Bei Personen, welche ihre Ehe durch ein rechtkräftiges Scheidungsurteil aufgelöst haben, wird das Einkommen, welche die Ehegatten während der Ehejahre erzielt haben, je zur Hälfte aufgeteilt und auf deren Individuellen Konten eingetragen. Die Einkommen, welche die Ehegatten im Jahr der Eheschliessung und im Jahr der Auflösung der Ehe (massgebender Zeitpunkt ist die Rechtskraft des Scheidungsurteils) erzielt haben, werden nicht geteilt.
Das heisst, dass der Ex-Mann die Hälfte des eingetragenen Einkommens im Individuellen AHV-Konto seiner Ex-Frau überlässt. Mit dem Einkommen der Ex-Frau wird dasselbe gemacht. Es handelt sich nicht um eine Übertragung von Geld, sondern um eine Ausgleichsbuchung zwischen den Ex-Ehegatten. Um eine eventuelle Verspätung in der Berechnung der zukünftigen Leistungen der AHV und IV zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen, sobald eine rechtskräftige Scheidung besteht, diesen Schritt zu unternehmen.

* Falls Sie mehrmals geschieden sind gilt es, für jeden Ehegatten das untenstehende Formular "Ergänzungsblatt Anmeldung Durchführung der Einkommensteilung im Scheidungsfall" auszufüllen.

Anmeldung für die Durchführung der Einkommensteilung im Scheidungsfall
Anmeldung für die Durchführung der Einkommensteilung im Scheidungsfall - Ergänzungsblatt

Hat das Splitting einen Einfluss auf meine zukünftige AHV-Rente ?

Es ist möglich, dass das Splitting einen Einfluss auf Ihre zukünftige Rente haben kann. Um eine Detaillierte Angabe zum voraussichtlichen Betrag der Rente zu erhalten, kann eine Rentenvorausberechnung, mit Hilfe des untenstehenden Formulars, durchgeführt werden.

Antrag für eine Rentenvorausberechnung

Wird das Splitting auch durchgeführt, wenn mein geschiedener Ehegatte bereits verstorben ist ?

Seit In-Kraft-Treten der 10. AHV-Revision auf den 1. Januar 1997 wird spätestens beim Rentenanspruch bei geschiedenen Personen das Splitting nachgeholt. Dabei spielt es keine Rolle ob der ehemalige Gatte selber eine Rente bezieht oder noch lebt. Die Einkommensteilung wird in jedem Fall durchgeführt.

Ich kümmere mich um meinen behinderten Sohn. Habe ich dafür Anspruch auf eine Versicherungsleistung ?

Eine obligatorisch versicherte Person, die einen Verwandten mit Anpruch auf Hilflosenentschädigung mittleren oder schweren Grades in der Nähe betreut, kann Betreuunsgutschriften geltend machen. Dazu wenden Sie sich mittels des untenstehenden Formulars an die Ausgleichskasse des Wohnsitzkantons oder eine ihrer Agenturen.

* die Angehörigen sind die Eltern, die Kinder, die Brüder, die Schwestern und die Grosseltern, sowie der Ehegatte, die Schwiegereltern und Kinder aus einer anderen Ehe.

Anmeldung für die Anrechnung von Betreuungsgutschriften
Ergänzungsblatt zur Anmeldung für die Anrechnung von Betreuungsgutschriften

Ich kümmere mich alleine um einen hilflosen Angehörigen und bin verheiratet. Hat mein Ehegatte auch ein Anrecht auf eine Betreuungsgutschrift ?

Bei verheirateten Personen wird die Betreuungsgutschrift während den Ehejahren zwischen den Ehegatten zur Hälfte aufgeteilt. Diese Teilung wird nur vorgenommen, wenn beide Ehepartner bei der AHV/IV versichert sind.

Was ist der Betrag einer Betreuungsgutschrift ?

Die Betreuungsgutschrift entspricht der dreifachen jährlichen Minimalrente zum Zeitpunkt des Rentenanspruchs. Die Summe der Betreuungsgutschrift wird durch die Beitragsdauer geteilt und dann zum durchschnittlichen Erwerbseinkommen dazugezählt.

Ab welchem Alter muss man Beiträge bezahlen ?

Beiträge müssen von allen Personen entrichtet werden ab dem 1. Januar nach dem 20. Geburtstag. Die einzige Ausnahme betrifft verheiratete Personen, die nicht erwerbstätig sind und deren Ehepartner das Rentenalter noch nicht erreicht hat (64 Jahre für eine Frau und 65 Jahre für einen Mann) erwerbstätig im Sinne der AHV ist und den doppelten Mindestbeitrag bezahlt, zur Zeit CHF 956.00 im Jahr (gültig seit 1. Januar 2016). Für erwerbstätige Personen beginnt die Beitragspflicht am 1. Januar nach dem 17. Geburtstag.

Ich werde einige Zeit verreisen. Was passiert mit meinen Beiträgen ?

Ein Versicherter, der ins Ausland geht, ohne sich dort an einem bestimmten Ort niederzulassen und ohne eine Erwerbstätigkeit auszuüben, kann bei der schweizerischen AHV Beiträge abrechnen, indem er sich vor der Abreise bei der für seinen Wohnort zuständigen Ausgleichskasse meldet. Bis zu seiner Rückkehr wird er als Nichterwerbstätiger erfasst werden.

Anmeldung für Nichterwerbstätige
Anmeldung für Nichterwerbstätige - Zusatzfragebogen für den Ehepartner
Anmeldung für das vereinfachte Verfahren zur Erfüllung der Beitragspflicht für nichterwerbstätige Sozialhilfebeziehende - Erlassfall
Gesuch um Anrechnung der AHV/IV/EO-Beiträge, die vom Erwerbseinkommen bezahlt wurden für Versicherte, die als Nichterwerbstätige gelten

Ich werde einige Jahre ins Ausland verreisen. Kann ich weiterhin Beiträge mit der AHV abrechnen ?

Grundsätzlich bezahlt jeder Arbeitnehmer Beiträge in dem Land, in welchem seine Tätigkeit ausgeübt wird. Bei nichterwerbstätigen Personen ist der Wohnort massgebend. Ausnahmen gibt es für Personen, die in ein Land gehen, das nicht der EU angehört und dort für einen Arbeitgeber in der Schweiz arbeiten. In diesem Fall wird empfohlen, sich vor der Ausreise bei der Ausgleichskasse zu melden. Personen in einem Land, das nicht zur EU gehört und die weiterhin Beiträge abrechnen wollen, sollen sich beim Schweizer Konsulat oder der Schweizer Botschaft melden und zwar im Jahr nach ihrer Ankunft im Ausland.

Ich bin Ausländer und habe zwanzig Jahre lang Beiträge bezahlt und kehre nun in mein Heimatland zurück. Werden mir die bezahlten Beiträge zurückerstattet ?

Die in der Schweiz geleisteten AHV/IV/EO-Beiträge werden an Rückkehrer in die EU nicht ausbezahlt. Gleiches gilt für Staaten, mit denen die Schweiz ein Sozialversicherungsabkommen hat. Mit allen übrigen Ländern ist eine Rückzahlung möglich. Der Versicherte muss sich dazu bei der Schweizerischen Ausgleichskasse in Genf melden.

Ich bin 40 Jahre alt und habe festgestellt, dass ich im Alter zwischen 25 und 30 Jahren keine Beiträge abgerechnet habe. Kann ich die Beiträge nachbezahlen ?

AHV/IV/EO-Beiträge verjähren nach fünf Jahren. Die fehlenden Jahre führen zu einer Beitragslücke, die wahrscheinlich die zukünftigen AHV/IV-Renten verkleinern wird.

Ich bin dabei, mich selbständig zu machen. Was für Beiträge muss ich bezahlen ?

Die persönlichen AHV/IV/EO-Beiträge von Selbständigerwerbenden werden aufgrund der in der Buchhaltung ermittelten Einkommen berechnet. Sie werden anfangs Jahr durch die Ausgleichskasse provisorisch festgesetzt und können auf Gesuch hin während des ganzen Jahres und anhand der Einkommensentwicklung angepasst werden. Definitiv festgesetzt werden die Einkommen, wenn die Steuertaxation für das betreffende Jahr rechtskräftig geworden ist. Der Beitragssatz beträgt 9,65% des Einkommens und sinkt bis 5,196% für Einkommen unter CHF 56'400.00 jährlich.

Ich bin 22 und habe kein Einkommen. Ich muss deshalb keine Beiträge bezahlen.

Jede Person muss vom 1. Januar an, der dem 20. Geburtstag folgt, Beiträge bezahlen. Die einzige Ausnahme betrifft verheiratete Personen, die nicht erwerbstätig sind und deren Ehepartner im Sinne der AHV erwerbstätig ist und mindestens den doppelten Mindestbeitrag von CHF 956.00 im Jahr bezahlt (gültig seit 1. Januar 2016). Fallen Sie nicht unter diese Ausnahmeregelung und erzielen kein Einkommen, müssen Sie Beiträge als Nichterwerbstätige bezahlen, welche von CHF 478.00 bis CHF 23'900.00 pro Jahr betragen können, je nach Vermögen und Renteneinkommen. Andernfalls könnte dies Ihre zukünftigen Leistungen der AHV oder IV verkleinern.

Anmeldung für Nichterwerbstätige
Anmeldung für Nichterwerbstätige - Zusatzfragebogen für den Ehepartner
Anmeldung für das vereinfachte Verfahren zur Erfüllung der Beitragspflicht für nichterwerbstätige Sozialhilfebeziehende - Erlassfall
Gesuch um Anrechnung der AHV/IV/EO-Beiträge, die vom Erwerbseinkommen bezahlt wurden für Versicherte, die als Nichterwerbstätige gelten

Ich arbeite nicht, aber mein Ehepartner übt weiterhin eine Erwerbstätigkeit aus, obwohl er das ordentliche AHV-Rentenalter erreicht hat. Bin ich weiterhin beitragsbefreit ?

Eine nichterwerbstätige Person ist von der Beitragspflicht befreit, wenn ihr Ehegatte eine Erwerbstätigkeit im Sinne der AHV ausübt und den doppelten Mindestbeitrag (CHF 956.00, gültig seit 1. Januar 2016) erzielt. Wenn der Ehegatte, der eine Erwerbstätigkeit ausübt, das ordentliche Rentenalter erreicht hat und diese Bedingung erfüllt, ist der nichterwerbstätige Ehegatte weiterhin von der Beitragspflicht befreit.

Ich bin 21, wohne im Kanton Bern und studiere in Neuenburg. Da muss ich doch die Beiträge bei der Ausgleichskasse des Kantons Bern abrechnen ?

Studenten bezahlen Beiträge an die Ausgleichskasse des Kantons, in welchem sich die Lehranstalt befindet. Das Sekretariat der Schule/Uni/Lehranstalt stellt der Kasse eine Liste aller Studierenden zu, welche der Beitragspflicht unterworfen sind. Die Ausgleichskasse ist dann für den Bezug der Minimalbeiträge besorgt.

Ich bin Student und man verlangt von mir CHF 478.00 Beiträge jährlich. Dabei habe ich doch in den Semesterferien gearbeitet. Kann das berücksichtigt werden ?

Der Minimalbeitrag von CHF 478.00 (gültig seit 1. Januar 2016) wird jedem Student ab 21 Jahren oder älter in Rechnung gestellt. Sofern der rechnungstellenden Ausgleichskasse ein Lohnausweis beigebracht wird, kann eine Anrechnung oder sogar die Annullation des zu bezahlenden Beitrags erfolgen. Ab einem abrechnungspflichtigen Bruttolohn von CHF 4'667.00 im Jahr wird die Rechnung gänzlich storniert.

Ich werde mich demnächst vorzeitig pensionieren lassen. Wieviel Beiträge muss ich bezahlen, damit sich meine zukünftige Rente nicht verkleinert ?

Die AHV ist keine Versicherung "à la carte". Niemand kann somit die Beiträge selbst festlegen, die zu zahlen sind. Erwerbstätige zahlen aufgrund ihrer Löhne, Selbständigerwerbende aufgrund des Einkommens und Nichterwerbstätige aufgrund des Vermögens und der in Vermögen umgerechnete Einkommen in Rentenform. Wenn Sie die Beiträge wissen wollen, die Sie bei vorzeitiger Pensionierung zu bezahlen haben, wenden Sie sich an Ihre Ausgleichskasse, da die Berechnung dieser Beiträge recht komplex ist.

Ich bin seit drei Monaten krank und mein Arbeitgeber zieht mir keine Beiträge mehr ab. Ist das üblich ?

Die AHV/IV/EO-Beiträge vom Lohn werden vom Bruttolohn berechnet. Wenn eine Person vorübergehend wegen Krankheit oder Unfall arbeitsunfähig ist, erhält sie Entschädigungen der Versicherung. Diese stellen keinen Lohn dar und sind deshalb nicht abrechnungspflichtig. Sofern diese Situation länger andauert, sollte sich der Arbeitnehmer an die Ausgleichskasse seines Wohnkantons wenden um eventuell als Nichterwerbstätiger erfasst zu werden, damit ihm keine Beitragslücken entstehen.

Anmeldung für Nichterwerbstätige
Anmeldung für Nichterwerbstätige - Zusatzfragebogen für den Ehepartner
Anmeldung für das vereinfachte Verfahren zur Erfüllung der Beitragspflicht für nichterwerbstätige Sozialhilfebeziehende - Erlassfall
Gesuch um Anrechnung der AHV/IV/EO-Beiträge, die vom Erwerbseinkommen bezahlt wurden für Versicherte, die als Nichterwerbstätige gelten

Ich habe festgestellt, dass sich mein Arbeitgeber in grossen finanziellen Schwierigkeiten befindet. Können Sie mir versichern, dass er die Beiträge auch abliefert, die er mir abzieht ?

Jeder Versicherte hat das Recht, einen Auszug aus seinem individuellen Konto zu verlangen um nachzuprüfen, ob sein Arbeitgeber seine Löhne korrekt deklariert hat. Wenn der Arbeitgeber seiner Pflicht, die Beiträge zu bezahlen nicht mehr nachkommt, erleidet der Arbeitnehmer im Umfang der getätigten Abzüge keinen Nachteil.

Bestellung Kontoauszug - Online Antrag
Bestellung Kontoauszug - Schriftlichen Antrag

Ich bin schon im ordentlichen Rentenalter und arbeite noch. Mein Arbeitgeber zieht mir immer noch Beiträge ab. Ist das normal ?

Bei Personen, die das ordentliche Rücktrittsalter erreicht haben und noch weiterarbeiten, wird ein Freibetrag von CHF 1'400.00 monatlich vom Bruttolohn abgezogen und nur der Restlohn ist AHV/IV/EO-pflichtig. Diese Personen sind auch davon befreit, Beiträge an die Arbeitslosenversicherung abzurechnen.

Was passiert, wenn ich keine AHV-Beiträge bezahle ?

Die Ausgleichskasse wird Betreibungen einleiten, was mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Sofern Sie Leistungen der AHV oder IV beziehen, können Sie um monatliche Verrechnung ersuchen. Wenn letztlich Ihre Beiträge nicht oder nicht vollständig bezahlt sind, zieht dies eine lebenslängliche Kürzung Ihrer Rente nach sich.

Ich bin Arbeitgeber und habe die Beiträge, die ich meinem Angestellten vom Lohn abgezogen habe, nicht bezahlt : Was wird passieren ?

Wenn die Ausgleichskasse nach Abschluss des Betreibungsverfahrens die geschuldeten Beiträge nicht eintreiben konnte, wird sie beim Gericht eine Strafanzeige einreichen, was mit hohen Bussen oder sogar Gefängnis verbunden ist. Sind Sie handelndes Organ einer juristischen Person, die in Konkurs gefallen ist und deren Beiträge unbezahlt sind, haben sie nebst der Strafanzeige ein Schadenersatzverfahren zu gewärtigen, bei welchem die Kasse ihren Verlust bei Ihnen eintreiben will.

Welches ist das ordentliche Rentenalter um meine AHV-Rente zu erhalten ?

Für Männer liegt das ordentliche Rentenalter bei 65 Jahren und für Frauen bei 64 Jahren. Der Anspruch auf eine Altersrente entsteht am ersten Tag des Monats, welcher der Vollendung des ordentlichen Rentenalters folgt. Es ist empfehlenswert, die Anmeldung 3 bis 4 Monate vor dem Erreichen des Rentenalters einzureichen.

Kann ich meine AHV-Rente vor dem ordentlichen Rentenalter beziehen ?

Ja, Männer und Frauen können den Bezug der Altersrente um 1 oder 2 ganze Jahre vorziehen. Wer seine Altersrente vorbezieht, erhält lebenslang eine gekürzte Rente. Die Kürzung beträgt für 1 Jahr Vorbezug 6,8% und für 2 Jahre Vorbezug 13,6%.

Gibt es eine Frist um die Anmeldung für den Vorbezug meiner Rente einzureichen ?

Ja, die Anmeldung für den Vorbezug muss spätestens am letzten Tag des Monats, in welchem das entsprechende Altersjahr vollendet wird, eingereicht werden, d. h. 62 oder 63 bei den Frauen, 63 oder 64 bei den Männern. Eine rückwirkende Anmeldung ist ausgeschlossen.

Wo muss ich meine Anmeldung einreichen ?

Die Renteanmeldung kann bei der AHV-Zweigstelle des Wohnorts oder direkt bei der zuständigen Ausgleichskasse eingereicht werden.
Für die Berechnung und Auszahlung der Altersrente ist jene Kasse zuständig, die vor dem Erreichen des Rentenalters die Beiträge entgegengenommen hat oder die Kasse, die Ihnen bereits eine Rente ausbezahlt (Invalidenrente oder Hinterlassenenrente).
Verheiratete oder amtlich getrennte Personen, deren Ehegatte bereits rentenberechtigt ist, müssen sich bei jener Ausgleichskasse anmelden, welche die Rente des Ehegatten auszahlt.

Kann ich die Auszahlung meiner Rente gegen einen Zuschlag aufschieben ?

Ja, es ist möglich den Bezug der Altersrente um mindestens 1 bis höchstens 5 Jahre aufzuschieben. Damit erhöht sich ihre Altersrente um einen monatlichen Zuschlag. Der Aufschub muss spätestens 1 Jahr nach Entstehung des ordentlichen Rentenanspruchs geltend gemacht werden.

Ist es möglich eine Vorausberechnung meiner Rente zu erhalten ?

Ja, Sie können eine Rentenvorausberechnung verlangen, zum Beispiel um einen vorzeitigen Ruhestand zu planen. Der Antrag kann bei der AHV-Zweigstelle Ihres Wohnorts oder direkt bei der zuständigen Ausgleichskasse eingereicht werden, welche aktuell für den Bezug Ihrer AHV-Beiträge zuständig ist. Wenn Ihr Ehegatte bereits eine AHV- oder IV-Rente bezieht, müssen Sie den Antrag bei jener Ausgleichskasse einreichen, welche bereits die Rente des Ehegatten auszahlt.

Antrag für eine Rentenvorausberechnung

Muss ich Änderungen meiner persönlichen Situation melden ?

Ja, wenn Sie Bezüger einer Leistung der AHV oder IV sind, ist es wichtig die AHV-Zweigstelle Ihres Wohnorts oder Ihre Ausgleichskasse über alle Änderungen Ihrer familiären Situation sowie Adressänderungen zu informieren. Nach der Scheidung können die Ex-Ehegatten bei der AHV-Zweigstelle Ihres Wohnorts oder Ihrer Ausgleichskasse die Einkommensteilung (Splitting) verlangen. Es ist empfehlenswert das Splitting unmittelbar nach der Scheidung zu beantragen und nicht damit zu warten, bis der Anspruch auf eine Rente entsteht.

Wann wird meine Rente ausbezahlt ?

Ihre Rente wird immer am Anfang des Monats, für den laufenden Monat, ausbezahlt. Zum Beispiel: die Rente für den Monat Februar wird anfangs Februar ausbezahlt. Die Ausgleichskasse des Kantons Bern zahlt die Renten jeden Monat wenn möglich am 8. Arbeitstag aus.

Warum kann die Auszahlung nicht vorher stattfinden ?

Wenn eine Person einen Lohn erhält (wenn sie arbeitet), wird ihr Lohn normalerweise Ende Monat ausbezahlt, zwischen dem 25. und 30. des entsprechenden Monats. Bezüglich unseren Leistungen, sind wir verpflichtet, sie gesetzlich vor dem 21. Tag des Monats auszuzahlen. Wir können sie auch nicht im Vornherein auszahlen. Aus diesem Grund führt die Ausgleichskasse des Kantons Bern ihre Zahlungen am 8. Arbeitstag des Monats aus, was ihr erlaubt die notwendigen Kontrollen durchzuführen.

Erhalte ich mein Geld am selben Tag ?

Im Prinzip ja, wenn das Geld auf ein Bank- oder Postkonto überwiesen wird. Jedoch kann eine zusätzliche Frist von ein oder zwei Tagen nicht völlig ausgeschlossen werden, damit die Transaktionen ausgeführt werden können.

Und wenn meine Rente nicht ausreicht um meinen Bedarf zu decken ?

Es gibt die Ergänzungsleistungen (EL) für Personen in bescheidenen Verhältnissen. Wenn Sie der Meinung sind, dass dies auf Sie zutrifft und Sie noch keine EL beziehen, können Sie eine Anmeldung mittels offiziellem Formular bei der AHV-Zweigstelle Ihrer Wohngemeinde einreichen.

Mit meiner Altersrente/Witwen-Witwerrente/Invalidenrente kann ich meinen Verpflichtungen Ende Monat nur schlecht nachkommen. Kann ich meine Einkommen erhöhen ?

Im Rahmen der sozialen Sicherheit ist vorgesehen, dass jede Person, die eine Alters-, Hinterlassenen- oder Invalidenrente bezieht, einen rechtlichen Anspruch auf das Existenzminimum hat. Letzteres wird allgemein durch die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV sichergestellt. Sie berechnen sich unter Berücksichtigung der anerkannten Ausgaben (insbes. Lebensbedarf, Miete, obligatorische Krankenversicherung) und der Einnahmen, die angerechnet werden können (insbes. Renten aller Art, Sparzinsen,.Vermögensteile). Wenn die anerkannten Ausgaben höher sind als die anrechenbaren Einnahmen, stellt die Differenz den jährlichen Betrag der Ergänzungsleistungen zur AHV/IV dar. Sie können das Gesuch um Ergänzungsleistungen zur AHV/IV bei der AHV-Zweigstelle Ihres Wohnorts einreichen.

Die Pro Senectute bietet Ihnen auf ihrer Internetseite die Möglichkeit an, eine Berechnung Ihres allfälligen Anspruchs auf Ergänzungsleistungen zu berechnen. Es handelt sich um eine approximative Berechnung ohne Rechtsanspruch, die Ihnen aber abzuschätzen erlaubt, ob es angebracht ist, ein Gesuch bei der zuständigen Stelle wie der AHV-Zweigstelle einzureichen.

Weitere Informationen finden Sie in den Merkblätter der Informationsstelle AHV :

5.01 - Ergänzungsleistungen zur AHV und IV
5.02 - Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV
Zugang zu den AHV-Zweigstellen

Ich beziehe eine Altersrente und besitze ein Haus, in welchem ich wohne. Habe ich Anrecht auf eine Ergänzungsleistung der AHV/IV ?

Der Umstand, dass jemand Eigentümer einer Liegenschaft ist, schliesst das Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV/IV nicht aus. Letztere berechnen sich nämlich unter Berücksichtigung der anerkannten Ausgaben (insbes. Lebensbedarf, Miete, obligatorische Krankenversicherung) und der Einnahmen, die angerechnet werden können (insbes. Renten aller Art, Sparzinsen, Vermögensteile). Wenn die anerkannten Ausgaben höher sind als die anrechenbaren Einnahmen, stellt die Differenz den jährlichen Betrag der Ergänzungsleistungen zur AHV/IV dar.
Die Pro Senectute bietet Ihnen auf ihrer Internetseite die Möglichkeit an, eine Berechnung Ihres allfälligen Anspruchs auf Ergänzungsleistungen zu berechnen. Es handelt sich um eine approximative Berechnung ohne Rechtsanspruch, die Ihnen aber abzuschätzen erlaubt, ob es angebracht ist, ein Gesuch bei der zuständigen Stelle wie der AHV-Zweigstelle einzureichen. Berechnen Sie provisorisch Ihre Ergänzungsleistungen zur AHV/IV und sie werden feststellen, dass bei der Berücksichtigung der Liegenschaft als Vermögen der amtliche Wert der selbstbewohnten Liegenschaft um CHF 112'500.00 herabgesetzt worden ist. Andererseits wird der Eigenmietwert des Hauses als Einkommen angerechnet. Was die anerkannten Ausgaben anbelangt, werden dazu die Hypothekarzinsen gezählt und 1/5 des Mietwerts als Unterhaltskosten der Liegenschaft (bis zum maximalen Ertrag der Liegenschaft) sowie die Miete im Wert des Eigenmietwerts. Sie können das Gesuch um Ergänzungsleistungen zur AHV/IV bei der AHV-Zweigstelle Ihres Wohnorts einreichen.

Weitere Informationen finden Sie in den Merkblätter der Informationsstelle AHV :

5.01 - Ergänzungsleistungen zur AHV und IV
5.02 - Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV
Zugang zu den AHV-Zweigstellen

Ich möchte mein Haus an meine Kinder abtreten, da ich zu alt bin, es zu unterhalten. Zum Leben werde ich nur meine Altersrente haben. Habe ich Anrecht auf eine Ergänzungsleistung der AHV/IV ?

Wenn Sie Ihr Haus an Ihre Kinder für weniger als den Steuerwert nach Abzug der Hypothekarschulden verkaufen, werden Sie ein Kapital auf der Bank haben, das Sie zum leben gebrauchen. Dieses Vermögen wird bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen berücksichtigt. Beziehen Sie dieses Vermögen in Ihre provisorische Berechnung der Ergänzungsleistungen zur AHV/IV mit ein. Sie werden bei den anrechenbaren Einkommen feststellen, dass ein Teil dieses Vermögens als Einkommen hinzugezogen wurde wie auch die Zinsen dieses Vermögens.
Wenn Sie in gegenteiliger Weise Ihr Haus ohne Gegenwert weggeben, verfügen Sie über kein Kapital auf der Bank als Ergänzung zum leben. Aber bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen berücksichtigen wir diese Schenkung als Vermögen (Schenkungsbetrag : Amtlicher Wert nach Abzug der Schulden). Diese Schenkung wird bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen berücksichtigt. Berechnen Sie provisorisch Ihre Ergänzungsleistungen zur AHV/IV unter Berücksichtigung der Schenkung. Sie werden bei den anrechenbaren Einkommen feststellen, dass ein Teil dieser Schenkung als Einkommen hinzugezogen wurde wie auch die Zinsen aus der Schenkung dieses Vermögens wie wenn Sie Ihr Haus verkauft hätten. Wir weisen im Übrigen darauf hin, dass ab dem 1. Januar des übernächsten Jahres, welches der Schenkung folgt, CHF 10'000.00 pro Jahr von dieser Schenkung abgezogen werden.

Weitere Informationen finden Sie in den Merkblätter der Informationsstelle AHV :

5.01 - Ergänzungsleistungen zur AHV und IV
5.02 - Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV
Zugang zu den AHV-Zweigstellen
Berechnen Sie provisorisch Ihren Anspruch auf Ergänzungsleistungen zur AHV

Wie kann eine erwerbstätige Person den Anspruch auf Familienzulagen nach der Geburt des ersten Kindes geltend machen ?

Die begünstigte Person muss beim Arbeitgeber oder allenfalls bei der Familienausgleichskasse des Arbeitgebers ein Antragsformular verlangen und dieses korrekt und vollständig ausgefüllt beim Arbeitgeber einreichen. Eine Kopie aller Beweisdokumente muss beigelegt werden (Kopie des Familienbüchleins, Lehrvertrag, Ausbildungsbestätigung der Uni/Fachhochschule, Scheidungs­konvention resp. -vertrag, richterliche Trennungs- oder Scheidungsverfügung, etc).
Bei jedem Stellenwechsel muss der Antrag auf Familienzulage neu eingereicht werden.

Wer kann das Gesuch um Familienzulagen stellen, wenn die Eltern geschieden oder richterlich getrennt sind ?

Der Elternteil, in dessen Obhut das Kind ist, oder, bei gemeinsamer Obhut, derjenige bei dem das Kind lebt. Wenn dieser nicht anspruchsberechtigt ist, weil er z. B. nichterwerbstätig ist, kann der andere Elternteil seinen Anspruch auf Zulagen bei seinem Arbeitgeber geltend machen. Er muss jedoch zuviel erhaltene Zulagen an die Unterhaltsbeiträge anrechnen lassen.

Welcher Kanton ist zuständig für die Auszahlung der Familienzulagen, wenn der Anspruchsberechtigte im Kanton Bern wohnt und im Kanton Jura arbeitet ?

Die Zulagen werden nach dem Erwerbsortprinzip zuerkannt. Im vorliegenden Fall würden sie vom jurassischen Arbeitgeber ausbezahlt.
Sind beide Elternteile durch ihre Erwerbstätigkeit in zwei verschiedenen Kantonen versichert, ist der Wohnkanton der Eltern und des Kindes zuständig. Werden im anderen Kanton höhere Familienzulagen vergütet, kann gegebenenfalls eine Differenzzulage beantragt werden. Die gesetzlichen Bestimmungen und Weisungen bleiben vorbehalten.

Werden die Familienzulagen durch die Kasse oder den Arbeitgeber vergütet ?

Die Familienzulagen werden durch den Arbeitgeber vergütet, sobald dieser die Anspruchsausweis der Ausgleichskasse erhalten hat.

Wie werden die Familienzulagen für Arbeitnehmende ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber abgerechnet ?

Die Familienzulagen werden auf der Quartalsrechnung gutgeschrieben und mit den geschuldeten Beiträgen verrechnet.

Wie werden die Familienzulagen für Selbständigerwerbende abgerechnet ?

Die Familienzulagen werden auf der Quartalsrechnung gutgeschrieben und mit den geschuldeten Beiträgen verrechnet.

Ich bin erwerbslos, habe ich Anspruch auf Familienzulagen ?

Ja, wenn Sie die allgemeinen Bestimmungen (Art. 19 FamZG und Art. 16 FamZV) erfüllen und der andere Elternteil nicht erwerbstätig oder selbständigerwerbend ist.

Kann ein Arbeitgeber in der Landwirtschaft die Familienzulagen im Lohn seines landwirtschaftlichen Arbeitnehmers mit einschliessen ?

Nein, die Familienzulagen können nicht im Gehalt des landwirtschaftlichen Arbeitnehmers mit eingeschlossen werden, aber sie können jederzeit zum vertraglichen Lohn hinzu ausbezahlt werden.