Reform der Altersvorsorge 2020 - Schlussabstimmungen in Stände- und Nationalrat vom 17. März 2017

27.03.2017

Die eidgenössischen Räte haben am 17. März 2017 die Reform der Altersvorsorge 2020 im Rahmen der Schlussabstimmungen verabschiedet. Das Reformvorhaben unterliegt jedoch noch der Zustimmung von Volk und Ständen. Die entsprechende Volksabstimmung ist für den 24. September 2017 vorgesehen. Bei Annahme ist das Inkrafttreten gestaffelt, per 1. Januar 2018 und per 1. Januar 2019, vorgesehen.

Die wesentlichen Entscheide im Hinblick auf die Umsetzung der Reform bei den Ausgleichskassen lassen sich wie folgt zusammenfassen :

Erhöhung des Referenzalters für Frauen auf 65
Das Referenzalter der Frauen wird schrittweise um jeweils 3 Monate pro Jahr ab 2018 erhöht. Ab 2021 gilt für Frauen Referenzalter 65.

Flexibler Rentenbezug
Ermöglichen des Vorbezuges ab 62 Jahren. Einführung Teilrentenvorbezug und Teilrentenaufschub sowie Einführung von neuen Kürzungssätzen und Aufschubszuschlägen.

Erwerbstätigkeit nach dem Referenzalter
Möglichkeit der Rentenverbesserung aufgrund Anrechnung von Einkommen und Beitragszeiten, welche ab dem Referenzalter bis maximal zum 70. Altersjahr erzielt wurden.

Ausgleichsmassnahmen in der AHV
Auch in der AHV sind Massnahmen vorgesehen, um die Senkung des Umwandlungssatzes und die Erhöhung des Referenzalters für die Frauen auszugleichen. Sie ermöglichen es zudem, gewisse Vorsorgelücken zu schliessen.

  • Zuschlag von CHF 70.00 pro Monat auf alle neu entstehenden Altersrenten der AHV;
  • Erhöhung des Plafonds für Ehepaare von 150 Prozent auf 155 Prozent der Maximalrente;
  • Erhöhung der AHV-Beiträge um 0,3 Prozentpunkte ab 2021, um diese Verbesserungen zu finanzieren.

Detaillierte Informationen über die vorgesehenen Änderungen sind wie folgt verfügbar :